Internes Audit: Inquisition? Oder Informationsquelle?
Periodische Audits werden von allen Normen gefordert. Aber sind sie deshalb nur lästig?
Oder doch ein probates Instrument, den jeweiligen Standort des Unternehmens zu be-
stimmen? Sofern es nämlich gelingt, die entscheidenden Informationen zu erheben. Mit
Hilfe geschulten Personals.
Denn Audits wecken oftmals Ängste bei den Mitarbeitern, die diese blockieren, besonders
dann, wenn sie hausintern von den eigenen Führungskräften durchgeführt werden. Die
Übertragung dieser Aufgabe an eine neutrale, dritte Instanz schafft daher eine gute Basis
für eine sachliche und offene Kommunikation zwischen Auditor und Auditiertem. Sodass
sich die Aussagekraft der gewonnenen Informationen vermutlich noch steigern lässt.
Darüber hinaus ist dies eine Gelegenheit für das Unternehmen, auf diskretem Wege Feed-
back und Anregungen aus einer betriebsfemden Sicht zu erhalten, die vom Tagesgeschäft
unbeeinflusst ist und ausschließlich gemäß vorgegebener Kriterien bewertet.
Und so ganz nebenbei ergeben sich nicht unerhebliche Schulungseffekte für die Mitarbei-
ter. Schließlich wollen Audits nicht nur gezielt Schwachstellen identifizieren, sondern auch
mögliche Alternativen aufzeigen. Wenn auch nicht aufdrängen.
Und sind motivierte, mitdenkende Mitarbeiter, die das Verbesserungspotential ihres Arbeits-
bereiches am ehesten umsetzen wollen, nicht das wertvollste Kapital eines Unternehmens?
Wert, nachhaltig unterstützt zu werden?!
